EN PL

Historie

Schlossbesitzer

Gründer des neuen Sitzes in Leba (£eba) waren, die im Lauenburger - Bütower Lande in der zweiten Hälfte des XIV.Jh. erschienenen Wejhers.

Klaus Wejher

Nach der Überschwemmung, die Leba am 15. September 1497 erlebte, ließ Klaus Wejher sich einen neuen Sitz an einer sicheren Stelle, d.h. am süd - westlichen Ufer des Sarbsker Sees erbauen und nannte ihn im Gegenteil zum alten " alten " Schloss in Leba Neuhof. Wejher wird nicht nur als Erbauer des Schlosses betrachtet, sondern auch als Stammvater der Familie Wejher aus Leba und Neuhof. In der zweiten Hälfte des XVI. Jh. war er Starost des Herzogs in Stolp (Słupsk) und dank ihm vergrößerte sich das Familienvermögen bedeutend.

Ernest Wejher (1517 -1577/1590)

Kam auf den Hof des Königs Sigismund August und nahm an dem Krieg um Livland teil. Er bekleidete zahlreiche Würden und Ämter, u.a. den Titel des Lauenburger Starosten, später auch des Putziger Starosten, sesshaft in Leba und Neuhof. Er besaß zahlreiche Güter, u. a. in Degendorf ( Charbrowo ) und in Ossecken (Osieki). Aus der Ehe mit Anna Materska ?? Martêska?? stammen 6 Söhne und 3 Töchter. Nur einer von Ihnen - Melchior wurde zum Erben von Neuhof.

Melchior Wejher (?-1643)

Ähnlich wie sein Vater bekleidete Melchior viele Würden und Ämter, u.a. war er preußischer Schatzmeister, Kastellan von Elbing (Elbląg), Woiwoda von Kulm (Chełmno), Tczew und Neuhof ( Nowy Dwór), Deutsch Krone ( Wałcz), Schlochau (Człuchów), Kabel ( Kowalewo) und Perfekt von Lauenburg ( Lębork) und ( Bromberg ( Bydgoszcz). Besonders gerne hatte Melchior Wejher Reisen und Jagen in der Begleitung seiner Freunde, zu denen vor allem Männer gehörten. Seine Abneigung gegen Frauen verheimlichte er nicht. In der Gesellschaft von Frauen fühlte er sich unkomfortabel und schikanierte sie oft während der Empfänge oder öffentlichen Feierlichkeiten. Sein kontroverses Verhalten und seine für damalige Zeiten modernen Anschauungen, machten ihm in der ganzen Umgebung bekannt und am Hof wurden von ihm Anekdoten erzählt. Seine Eltern hatten seinetwegen kein leichtes Leben. Sie fühlten sich gezwungen, die Gerüchte über seine homosexuellen Neigungen zu dementieren, oder auch sich für sein unangemessenes Benehmen vor den empörten Damen entschuldigen. Mit allen Kräften weigerte er sich vor einer Ehe, die er als seiner Natur widersprechende betrachtet hat. Erst die Drohung einer Enterbung verursachte, dass er der Bitte seiner Eltern folgte und die von ihnen gewählte Frau Anna Prym ?? Priem geheiratet hat. Man könnte aber nicht sagen, dass diese Ehe zu gelungenen gehörte. Aus dieser Ehe gab es auch keine Nachkommen.

Ernst Wejher aus Gnewin (Gniewino) ( ? - 1651)

Der Enkel des Franzens aus Gnewin und Sohn von Klaus. Neuhof wird nun von einer anderen Wejherlinie übernommen. Ernst wird im Jahre 1630 in Neuhof sesshaft, aber auf welche Art und Weise er zum Besitzer von Neuhof wurde ist unbekannt. Es kann sein, dass er das Gut Neuhof kaufte oder es wurde als Erbschaft einer anderen Linie der Familie Wejher übergeben. Wie für damalige Zeiten, war dieser Besitzer ein hoch gebildeter Mann. Er war Führer des damaligen Adelstandes und zugleich Landesrichter in Lauenburg. Er heiratete Barbara Sophie von Krockow und sein einziger Sohn Franz wurde nach dem Tode seines Vaters zum Erben des Schlösschens in Neuhof.

Franz Wejher ( 1620 - 1756)

Studierte an der Universität in Prag, unternahm viele Reisen u.a. nach Holland, England, und Frankreich. Er war auch Landrat in Baldenburg ( Bia³y Bór), Deutsch Krone (Wa³cz ) und Hammerstein (Czarne). In seinem Besitz befanden sich auch: Schönehr (Szczenurze), Scharschow (Skarszewy) und Anteile an anderen Gütern. Franz war auch Gründer der am 13.Januar 1676 entstandenen Wohltätigkeitstiftung. Seine Frau stammte aus der Familie von Krockow. Nach ihrem Tode wurde Nikolaus Wejher automatisch zum Besitzer dieser Güter, die er auch bedeutend vermehrte.

Nikolaus Wejher

Nikodem, Heinrich Wejher - Polnischer Kämmerer

Nikodem war der letzte Besitzer des Schlosses in Neuhof aus der Familie Wejher. Seine Leidenschaft waren Pferde. Diese Leidenschaft wurde zu seiner Besessenheit. Auf der Suche nach den schönsten Pferden reiste er durch das ganze Land.Sein Ehrgeiz war nämlich das beste Pferdegestüt in Pommern zu besitzen. Den Pferden widmete er restlos seine Zeit. Seine Ehefrau Henriette Konstanze verbrachte ihre Tage und Nächte - umsonst ihren Mann erwartend - einsam im Schlösschen. Die Einsamkeit führte zum Ehebruch, der ihr den Interessenmangel seitens ihres Mannes kompensieren sollte. Die anfangs heimlichen Begegnungen wandelten sich in öffentliche Rendevouz um. Nikodem ging aber nichts über seine Pferde. Die zahlreichen Renedevouz seiner Ehefrau haben auf ihm nicht nur keinen größeren Eindruck gemacht, sie haben ihm sogar gefreut, denn er wurde nunmehr von der Begleitungspflicht seiner Gattin auf Schritt und Tritt befreit.

Konrad Heinrich von Somnitz aus Degendorf ( Charbrowo).

Am 06.Oktober 1781 wird der Neuhofer Gutshof an Konrad aus Degendorf (Charbrowo) verkauft. Dieser verkauft das Gut noch in demselben Jahr.

Josef Jakob Schreder

Familie Pawele ( Pawelski)

Im Jahre 1804 wird das Anwesen der Familie von Pawele ( Pawelski) verkauft. Zu den nachfolgenden Besitzern gehören:

Graf Krockow - Mathy

Kramer im Jahre 1837

Ludwig Strauts seit 1846

Marie Strauts, Geburtsname Ostrecht, Wittwe des verstorbenen Ludwiks Strauts

Marie und Ludwig gehörten zweifellos zu den besten und glücklichsten Eheleuten, die in diesem Gutshaus wohnten. Marie begleitete ihrem Mann in seinen zahlreichen Reisen, und Ludwig verwöhnte seine Eherfau stets mit Geschenken und wich von ihr keinen Augenblick. Alle bewunderten dieses Ehepaar und manche beneideten sie sogar um ihre große Liebe. Nach Ludwigs Tod war sie nicht imstande alleine zu leben, sie wurde kränklich, aß immer weniger und infolge ihrer Einsamkeit wurde sie wahnsinnig. Stundenlang ging sie ihren Mann rufend, hin und her durch die Kemenaten ihres Schlösschens. Kurz danach starb sie selbst. Die Sage sagt, dass ihr Geist immer noch im Schlösschen herumkreist und verzweifelt ihren Mann Ludwig sucht. Auf den Korridoren kann man immer noch ihr Schluchzen und den Widerhall ihrer leisen Schritte hören.

Hermann Strautz (1896 - 1902)

Leon Ritzke aus Warbelow

Aus dieser Zeit gibt es eine fragmentarische Beschreibung des Schlösschen von Lamcke?? Lemcke??. Der Autor dieser Beschreibung schreibt, dass sich die ehemalige, ins gegenwärtige Schloss eingebaute Kapelle samt ihrem alten Namen " Jerusalem" erhalten ist. Dieses Gebäudeteil wurde auf gewölbten Kellern angesetzt, über denen sich starke Mauern mit zwei von Halbogen gekrönten Nischen befinden.

Besitzer der Burg Nowęcin

Schlösschen und Kapelle

Kapelle

Ernst Wejher, Sohn von Klaus nahm an dem Krieg um Livland teil. Den verwundeten Klaus brachte sein treuer Knappe unverzüglich ins Schlösschen nach Neuhof. Aus Dankbarkeit für die Errettung seines Lebens gravierte er eigenhändig in der ehemaligen, heute ins Schlösschen eingebauten Kapelle eine Aufschrift ein. Die Aufschrift ist von der Rezeption her sichtbar und hat sich in der nachstehenden Form aufbewahrt.

G.W.M.U.I.T.G
1.5.6.7.
E.W.A.U.M.

Die ersten Buchstaben der Wörter bilden folgende Sentenz
"GOT WAR MIT UNS IN TODES GEFAHR
ER WIRKT AN UNS MACHTIGLICH"

Inschrift an der Wand

Schloss

Seit 1902 wird als Besitzer Leon Ritzke aus Warbelow genannt. Aus dieser Zeit gibt es eine fragmentarische Beschreibung des Schlösschen von Lamcke. Der Autor dieser Beschreibung schreibt, dass die ehemalige, ins gegenwärtige Schloss eingebaute Kapelle, samt ihrem alten Namen " Jerusalem" erhalten ist Dieses Gebäudeteil wurde auf gewölbten Kellern angesetzt, über denen sich starke Mauern mit zwei von Halbogen gekrönten Nischen befinden.

Die mit gewaltigen Strebepfeiler verstärkten Außenwände trennen spitzbogige Fenster. Dieses einstöckige Gebäude mit rechtseckigen Risaliten krönt ein altes Traufgesims. Innen ist ein Tonnengewölbe mit Lünetten und Spitzbögen. Im Vestibül ein glattes Tonnengewölbe. Nach H. Lemcke wurde dieser Raum als Speiseraum benutzt. Einst waren die Wände mit Zitaten aus der Bibel bedeckt.

Die Nische mit der Aufschrift ist nicht erhalten geblieben., obwohl aus den gegenwärtigen mündlichen Überlieferungen bekannt ist, dass es vor der in den 60 -er Jahren des XX. Jh. durchgeführten Renovierung, an den Wänden " irgendwelche Aufschriften" gab. Man erwähnte auch, dass es in der Bearbeitung von H. Lemcke nur das einzige Foto des Schlosses aus der Zeit vor 1919 gibt. Der Autor ist der Meinung, dass das auf dem Foto sichtbare Gebäude, der übergebliebene Flügel des ältesten Schlosses ist. Aus dem Jahre 1909 stammt das heutige Vordach mit einer geräumigen Glasveranda.

Erhalten ist nur der Gebäudegiebel mit einer unveränderten Fensterzahl, aber ringsum der Fenster gibt es weder ihre alte Bekleidung noch Fensterrahmen. Das erwähnte Vordach bedeckt vollkommen die Frontfassade der Kapelle. Dieser Gebäudeteil, der sich außer dem Vordach befindet, ist an der östlichen Seite ein einachsiger Anbau von damals. Aus derselben Zeit stammt der Turm und das nördliche Teil des Schlosses, unsichtbar auf dem genannten Foto. Beim Vergleich des Fotos mit dem heutigen Zustand, scheint es, dass die Fenster - und Türöffnugen im Erdgeschoss der Frontfassade unverändert geblieben sind, wenigstens ihre Verteilung. Wegen des Vordachs wurden jedoch die Fenster und der Haupteingang ein wenig kleiner gemacht.

Zusammenfassend - beschränkt sich unser Wissen nur auf das Uraussehen des Objekts. Es war damals ein Schloss mit zwei vertikalen Seitenflügeln, einer nach Süden gerichteten Frontwand, umgeben von Wall und Graben. Am Ostflügel wurde entweder eine Kapelle angebaut, aber vielleicht war dort auch schon eine. Was mit dem Schloss fast 300 Jahre lang geschah ist unbekannt. Umgebaut wurde es erst im Jahre 1909. Bekannt ist jedoch, dass es vorher ein einstöckiges Gebäude mit einem einfachen Baukörper, bewohntem Dachgeschoß, bedeckt mit einem Giebeldach und mit einer nach Süden gerichteten Frontwand war. Von der Ostseite gibt es eine, auch mit einem Giebeldach bedeckte Zubaunische mit einem massiven Stützpfeiler und spitzbogigen Fenstern.